Sehen lernen – besser fotografieren:

SO GELINGEN FOTOS MIT WOW-EFFEKT:


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“SEPTEMBER 21 – CHALLENGE”

VÖGEL FOTOGRAFIEREN
Eine echte Herausforderung …

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Man könnte sagen, dass Vogelfotografie eine Königsdisziplin in der Naturfotografie ist. Richtiges Fokussieren, korrekte Schärfe und das Auslösen innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde fordert ein hohes Maß an Geschicklichkeit und auch Schnelligkeit. Wenn sie still sitzen bleiben, hast du gute Chancen – aber wenn sie in der Luft sind … 

Große Vögel wie Enten oder Gänse, Störche und Reiher oder Möwen sind generell leichtere Motive als kleinere Artgenossen. Erstens: Du kannst sie besser finden und außerdem sind sie gemächlicher unterwegs als zum Beispiel Finken, Schwalben oder Spatzen, die wesentlich schneller und unsteter sind und häufig – oft völlig unvorhersehbar – im Flug die Richtung wechseln. 

Du wirst viele Anläufe nehmen, bis ein richtig gutes Foto dabei ist. Es gilt: Lass dich nicht entmutigen, sondern übe fleißig und beachte dabei ein paar Tipps von mir, damit es dir leichter fällt:

 

SCHRITT FÜR SCHRITT:

Es bietet sich sicherlich an, zum Üben einen Ort mit „regem Flugverkehr“ auszusuchen, vielleicht einen Ort, an dem die Vögel an Menschen gewöhnt sind. Auch die Nähe zu einem Futterhäuschen kann eine gute Idee sein. Mach dich vertraut mit ihrem Flugverhalten, damit du besser reagieren kannst.

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Schnapp dir deine Spiegelreflex mit deiner längsten Brennweite. Von 300 bis 500 mm sind – je nach Cropfaktor – in der Regel empfehlenswert. Mit geringeren Brennweiten kannst du jedoch auch fotografieren, sofern du nah genug am Vogel dran bist bzw. er nicht zu weit in die Höhe fliegt.

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Meiner Meinung nach kannst du dein Stativ dieses Mal getrost zu Hause lassen – du bist damit nicht flexibel genug damit. 

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Am besten richtest du dich mit der Sonne im Rücken aus. Die Belichtung ist dann einfacher und die Schatten werden weicher. Da die Vögel ja leider überhaupt nicht auf ihren Einsatz warten, solltest du alle wichtigen Kameraeinstellungen von Anfang an gesetzt haben. 

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Einen fliegenden Vogel zu fokussieren ist hauptsächlich wegen der wechselnden Entfernungen nicht ganz einfach. Deshalb ein wichtiger Tipp für scharfe Fotos: Du solltest den Nachführ-Autofokus bzw. die automatische Schärfenachführung einstellen. (z. B. bei Nikon = AF-C (Autofocus-Continous) und bei Canon = AI-Servo) 

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Um ein scharfes Bild zu kriegen, solltest du mit einer ganz kurzen Belichtungszeit arbeiten, um die Bewegung „einzufrieren“- also die Shutter Priority. Du wählst also die Belichtungszeit manuell und die Blende wird automatisch angepasst. Die Verschlusszeit stellst du bei höchstens 1/1000 s ein, eher noch weniger. Denke auch daran, in dunkleren Situationen evtl. die ISO-Zahl zu erhöhen – aber aufpassen, dass es nicht rauscht!

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Für Dynamik und Natürlichkeit können unscharfe Flügel toll aussehen. Aber achte darauf, dass der Vogel – am besten Auge und Schnabel – scharf abgebildet sind. Nutze also zum einen deinen Bildstabilisator, der jedoch nur die Bewegung der Kamera kompensiert – aber nicht die Bewegung deines Motivs. Deshalb solltest du zusätzlich auf die Selektiv- bzw. Spotmessung setzen. Beide beschränken die Belichtungsmessung auf einen kleinen Teil des Suchers. Du kannst so dafür sorgen, dass Dein Motiv – der Vogel – unabhängig von der Umgebung gemessen wird.

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Die Serienbildfunktion (oder auch der Sport-Modus) ist ziemlich praktisch, um schlussendlich deine beste Aufnahme herauszusuchen. Sie erhöht die Chance auf dein entscheidendes Bild, weil du viele Fotos innerhalb kurzer Zeit aufnimmst – und zum Beispiel den besten Stand der Flügel aussuchen kannst. 

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Fliegende Vögel zu fotografieren ist echt nicht leicht. Aber mit einer DSLR, einem lichtstarken Teleobjektiv und schnellem Autofokus kann es gut klappen. Kurze Belichtungszeiten ermöglichen dir scharfe Bilder und das «Mitziehen» der Kamera sorgt vielleicht sogar noch zusätzlich für tolle Hintergrundeffekte. Aber auch ein Vogel im Ansitz – sofern das Ambiente drumrum deine Geschichte, die du erzählen möchtest, zusätzlich eine Aussage hat, die Kopfkino erzeugt, dann kann auch das ein wundervolles Wow-Foto sein.

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Gib nie auf, sei geduldig mit dir und mit den gefiederten Gesellen – und du wirst (nach diversen Anläufen) atemberaubende Vogelfotos machen können – und hab enorm viel Spaß dabei!

FOTOPLAUSCH ZUR AKTUELLEN CHALLENGE:

Die Challenge endet am 26.09.2021. Bis dahin hast du viel Zeit zum Fotografieren und kannst dann drei deiner Lieblingsfotos, die du zu dieser Challenge gemacht hast, einfach hochladen (und beachte bitte die Formatvorgaben).

Am 27.09.2021 treffen wir uns online zum Fotoplausch im FOTOPHORUM und wir besprechen per Skype zusammen in der Community, also im abgeschlossenen Mitgliederbereich, die Fotos. Natürlich gebe ich auch sehr gern meinen Senf dazu – wie gewohnt, bei den Workshop Fotoplausch‘s – jetzt eben am Bildschirm. Das klappt wunderbar.

CHALLENGES IN PLANUNG:

Emotion mit Licht • Fließendes Wasser • Patina • Blaue Stunde
Schwarz-Weiß Challenge • Sternschnuppen im Spätsommer • Spielereien mit dem Bokeh
Spannende Landschaftsaufnahmen • stimmungsvoller Nebel • Glaskugel-Geschichten • Menschen bei der Arbeit

»MACHE SICHTBAR, WAS OHNE DICH NIEMALS WAHRGENOMMEN WORDEN WÄRE«
(ROBERT BRESSON)