Sehen lernen - besser fotografieren:

SO GELINGEN FOTOS MIT WOW-EFFEKT:

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"MAI - CHALLENGE"

FLIESSENDES WASSER
ganz weich

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Fließendes Wasser – ob Bächlein oder Wasserfall – hat immer eine ganz besondere Faszination. Besonders reizvoll ist die Aufgabe dieses Mal, vor allem wegen des Kontrasts zwischen dem weichen Schleier des Wassers und einer detailreichen, scharfen Umgebung. Für solch zauberhafte Fotos hast du verschiedene Möglichkeiten. Um die Dynamik des Wassers jedoch vom einzelnen Tropfen in einen weichen Schleier zu verwandeln, benötigst du lange Belichtungszeiten. Dann wird’s atemberaubend!

 

SCHRITT FÜR SCHRITT:

Am besten eignet sich tatsächlich ein Tag mit bewölktem Himmel, an dem es nicht richtig hell ist. Sonst hast du das Problem, dass Dir bei einer langen Belichtungszeit die hellen Töne im Histogramm „ausreißen“ und du dort keine Zeichnung mehr hast. Ganz besonders schön kann aber auch das Abendlicht sein, welches sich diffus und golden im Wasser reflektiert.

Suche dir eine passende Stelle am bewegten Wasser, am Bach oder gar Wasserfall und achte im Besonderen auch beim Bildausschnitt auf die Gesamtgestaltung und Komposition deines Fotos (Vordergrund /Hintergrund). 

Stabiler Stand des Stativs ist eh klar, Kamera horizontal ausrichten und Bildstabi aus. Ganz wichtig, weil deine Fotos sonst evtl. unscharf werden.

Stelle entweder auf Fernauslöser oder arbeite mit der Spiegelvorauslösung (2 sec. genügen schon).

Es bietet sich an in RAW zu fotografieren, damit du eventuelle Verfärbungen des fluffigen Wassers im Nachhinein ganz leicht korrigieren kannst.

Wähle den M-Modus, ISO auf 100 (je nach Kamera, halt so gering wie möglich). Fokussiere knapp neben dem fließenden Wasser (nicht direkt auf dem Wasser – dein AF kriegt sonst einen Föhn) sondern zum Beispiel auf einem Stein daneben – jedoch in der gleichen Ebene wie das Wasser. Solltest du das per Autofokus erledigt haben, schalte danach unbedingt den AF aus. 

Um dem fließenden Wasser den Schleier-Effekt zu verleihen, musst du dein Bild relativ lange belichten. Die genaue Zeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise die Fließgeschwindigkeit des Wassers. Grundsätzlich sind Verschlusszeiten zwischen 1-2 Sekunden (und länger) ganz gute Richtwerte.

Bei bewölktem Himmel kannst du das eventuell sogar ohne ND-Filter erzielen: Blende schließen (zwischen f/8, f/13 oder kleiner), damit so wenig Licht wie möglich auf den Sensor deiner Kamera fällt.

Wenn du aber mehrere Sekunden belichten möchtest, um das Wasser noch milchiger zu bekommen, musst du mit einem ND-Filter arbeiten. Dann kannst du bis zu 30 Sekunden lang belichten (oder gar länger).

Montiere dazu, nachdem du alle Einstellungen vorgenommen hast, ganz vorsichtig deinen ND-Filter auf und achte dabei genau darauf, dass du jetzt nichts mehr verstellst, da sonst dein Fokus nicht mehr passt.

Wenn du möchtest, kannst du noch mit einen Polfilter entsprechende Spiegelungen „rausdrehen“ – ist aber sehr von deinem Motiv anhängig. Und auch nur, wenn du willst.

Faustregel: Je länger du belichtest, desto dunkler muss dein ND-Filter sein und desto weichere Fließeffekte erhältst du dann auch im Wasser. Per E-Mail könnt ihr gern eine Tabelle zum umrechnen von mir bekommen, welche Zeiten sich für welchen ND-Filter eignen.

Wichtigste Zutat – wie immer: Viel Geduld und noch mehr Probebilder. Und schon hast du ein zauberhaftes Wasserfoto. 

 

FOTOPLAUSCH ZUR AKTUELLEN CHALLENGE:

Die Challenge endet am 30. Mai 2021. Bis dahin hast du viel Zeit zum Fotografieren und kannst dann drei deiner Lieblingsfotos, die du zu dieser Challenge gemacht hast, einfach hochladen (und beachte bitte die Formatvorgaben).

Am 30. Mai 2021 treffen wir uns online zum Fotoplausch im FOTOPHORUM und wir besprechen per Skype zusammen in der Community, also im abgeschlossenen Mitgliederbereich, die Fotos. Natürlich gebe ich auch sehr gern meinen Senf dazu – wie gewohnt, bei den Workshop Fotoplausch‘s – jetzt eben am Bildschirm. Das klappt wunderbar.

CHALLENGES IN PLANUNG:

Emotion mit Licht • Fließendes Wasser • Patina • Blaue Stunde
Schwarz-Weiß Challenge • Sternschnuppen im Spätsommer • Spielereien mit dem Bokeh
Spannende Landschaftsaufnahmen • stimmungsvoller Nebel • Glaskugel-Geschichten • Menschen bei der Arbeit

»MACHE SICHTBAR, WAS OHNE DICH NIEMALS WAHRGENOMMEN WORDEN WÄRE«
(ROBERT BRESSON)